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Fritz Klemm Fritz Klemm wurde 1902 in Mannheim geboren und starb 1990 in Karlsruhe. Von 1948 bis 1970 hatte er eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe inne. Größere Museumsausstellungen fanden zuletzt in der Kunsthalle Mannheim (2002) und im Museum Wiesbaden (2003) statt. Die Galerieausstellung erfolgt in Abstimmung mit dem Kupferstich-Kabinett Dresden, das ab dem 22. Februar die Ausstellung "Barbara Klemm. Fritz Klemm. Photographien, Gemälde, Zeichnungen" zeigt. Auch die Galerie präsentiert separat Photoarbeiten von Barbara Klemm. Fritz Klemm beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Raum und gegenständlicher Form. Es erfolgt eine Beschränkung auf wenige Motive, wobei die erarbeiteten Grundformen einer fortschreitenden zeichenhaften Reduktion unterworfen werden. Dieser Prozeß vollzieht sich vorrangig im Medium der Zeichnung. Mit den Mitteln von Linie und Fläche, auch Collagie-rung, wird das Bild aufgebaut. Horizontalen und Vertikalen und zunehmend Diagonalen bilden das Grundgerüst; ihr Verhältnis begründet die Rhythmik und die innere Spannung. Konsequent wird das Problem von Räumlichkeit als konstruktive Flächenform unter der Be-dingung perspektivischer Wahrnehmung thematisiert. Auch wenn die Reduktion sehr weit ge-trieben ist, bleibt der Bezug zur Realität gewahrt. Aus dieser subtilen Raumsuggestion mittels des Linien- und Formenaufbaus beziehen die Bilder ihre räumliche Dynamik. Nuancenreich ist die verhaltene Farbskala; die späteren Wände verzichten dann, in ihrer Konzentration auf das Wesentliche und unter bewusster Verwendung armer Materialien, auf die Farbe. Die Position von Fritz Klemm ist in allem ganz eigenständig in der deutschen Nachkriegskunst. Werke unter anderem in folgenden Museen: Darmstadt, Hessisches Landesmuseum; Dresden, Staatliche Kunstsammlungen; Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle; Kassel, Graphische Samm-lung der Staatlichen Museen; Mannheim, Kunsthalle; München, Graphische Sammlung; Stuttgart, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung; Wiesbaden, Museum Wiesbaden.
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