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Horst Schäfer wurde 1932 geboren. Ab 1961 war er für zwanzig Jahre in den USA, zuerst als Agenturphotograph, später als freier Photograph. 1964 Ausstellung im Rockefeller Center, New York. 1963 Ausstellung mit Weegee in der Ligoa Duncan Gallery. Award als Outstanding Press Photographer of the Year 1968. Bildberichte für Time Magazine und Newsweek. Ausstellung 1979 im Museum of Fine Arts, Colorado Springs. Nach 1980 Bildjournalist in Deutschland für Associated Press. Zahlreiche Veröffentlichungen in führenden Magazinen. Museumsausstellungen in der Neuen Sammlung München und den Kunstsammlungen der Veste Coburg. Bayerischer Fernsehpreis 2001 für Kultur für: "Der große Unbekannte - Horst Schäfer, Fotograf". 2002 Großer Kulturpreis der Stadt Nürnberg. Buchpublikationen "Horst Schäfer Photograph" 1996; "Horst Schäfer - New York in the Sixties" 2003.

Horst Schäfer vertritt, besonders in den mehr architekturbezogenen Arbeiten, eine Ästhetik, die dem Konstruktivismus nahe scheint. Die Arbeiten basieren auf einer genauen Beobachtung der Wirkung von Licht. Das graphische Element und das Spiel mit Kontrasten treten hervor, die Wirkung kann sich abstrakten Strukturen annähern. Trotz des klaren Aufbaus und der deutlichen Lichtführung mit den Schwarz-Weißkontrasten fehlt jede Härte. Ein oft diffuses, stimmungsgesättigtes Licht verbindet sich mit zartesten Grauwerten. Volumen und Tiefe sind häufig nicht klar bestimmt, Architektur und Raum werden unterschiedlich lesbar. Das Licht bekommt eine magische Qualität.

Die Bilder sind nicht dem Moment verhaftet, sie gehen auch dann nicht in diesem auf, wenn Menschen im Mittelpunkt stehen. Den Bildern eignet nichts Flüchtiges, Transitorisches, das nur mehr als historisches Dokument Interesse beanspruchte. Sie sind wie verdichtet, über das Zufällige hinausgehoben. Dem Aufbau, der ganzen Ästhetik scheint ein rationales Kalkül zugrundezuliegen. Aber die Photographien wirken bei aller Durchdachtheit und klaren Strukturiertheit nie kühl und unpersönlich, sondern besitzen Wärme und Ausstrahlung. Sie gewinnen eine eigene Poesie und einen geheimen Zauber.